Die Midlife-Crisis ist bekannt als eine Zeit emotionaler Turbulenzen, aber neue Studien deuten darauf hin, dass es sich um weit mehr handelt.
Die Wechseljahre, die zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auftreten, verursachen signifikante Veränderungen im Gehirn, die die kognitive Funktion und das Risiko für Demenz beeinflussen können.
Veränderungen im Gehirn während der Wechseljahre:
Strukturelle Veränderungen:
- Veränderungen im Hippocampus: Ein Bereich des Gehirns, der für Gedächtnis und Lernen entscheidend ist. Bildgebungsstudien zeigten eine moderate Abnahme des Volumens der grauen Substanz im Hippocampus und im entorhinalen Kortex während des hormonellen Übergangs, aber eine ermutigende Erkenntnis ist, dass sich ein Teil dieser Abnahme stabilisiert und sich in der Phase nach den Wechseljahren teilweise erholt.
- Abnahme der Konnektivität: Eine Abnahme der Verbindungen zwischen verschiedenen Gehirnregionen, die die Kognition und andere Gehirnfunktionen beeinträchtigen kann.
Genetische Veränderungen:
- Erhöhte Expression von Genen, die mit Entzündungen verbunden sind: Studien fanden eine erhöhte Expression dieser Gene bei Menschen in den Wechseljahren, was zu chronischen Gehirnentzündungen und einer Beeinträchtigung der kognitiven Funktion führen kann.
- Verringerte Expression von Genen, die an der Produktion von Proteinen in Synapsen beteiligt sind: Synapsen sind die Kontaktpunkte zwischen Nervenzellen, und diese Proteine sind für ihre normale Funktion unerlässlich. Eine verringerte Produktion kann zu Gedächtnis- und kognitiven Beeinträchtigungen führen.
- Spezifische Auswirkungen auf Frauen:
- Höhere Spiegel des Tau-Proteins: Frauen neigen dazu, höhere Spiegel und eine schnellere Akkumulationsrate des Tau-Proteins zu zeigen, insbesondere bei erhöhten Amyloidspiegeln und nach den Wechseljahren. Diese erhöhten Spiegel sind mit einem höheren Risiko für die Alzheimer-Krankheit verbunden.
Tau-Protein:
Das Tau-Protein ist ein Protein, das mit Mikrotubuli assoziiert ist, die das Skelett der Nervenzellen bilden. Seine Hauptfunktion besteht darin, die Mikrotubuli zu stabilisieren und den Transport von Substanzen entlang des Axons zu unterstützen. Die Ansammlung von Tau-Protein in Form von pathologischen Klumpen im Gehirn ist eines der Hauptmerkmale der Alzheimer-Krankheit.
Möglichkeiten, das Gehirn zu schützen:
- Aufnahme von Ballaststoffen: Studien fanden einen Zusammenhang zwischen einer hohen Ballaststoffaufnahme,
(Für einen Erwachsenen wird eine Ballaststoffaufnahme von 25 Gramm bis 30 Gramm pro Tag empfohlen (oder 14 Gramm Ballaststoffe pro 1000 Kilokalorien))
und einem verringerten Demenzrisiko. - Lebensmittel, die reich an Ballaststoffen sind:
Obst: Beeren, Äpfel, Birnen, Zitrusfrüchte.
Gemüse: Brokkoli, Rosenkohl, Karotten, Süßkartoffeln, grüne Bohnen.
Vollkornprodukte: Haferflocken, Vollkornreis, Vollkornbrot, Quinoa.
Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen, Erbsen.
Nüsse und Samen: Mandeln, Walnüsse, Leinsamen, Kürbiskerne. - Körperliche Aktivität: Regelmäßige körperliche Aktivität (150 Minuten pro Woche) ist mit einer besseren Gehirngesundheit im späteren Leben verbunden.
- Nahrungsergänzungsmittel:
Phosphatidylserin: Kann unter anderem das Gehirn vor Schäden schützen, die durch Entzündungen, neurodegenerative Erkrankungen und andere Zustände verursacht werden.
Ginkgo biloba: Kann das Gedächtnis, die Konzentration und die kognitive Fähigkeit verbessern, insbesondere bei älteren Menschen.
Huperzin A: Kann das Gedächtnis, die Konzentration und die kognitive Fähigkeit verbessern, insbesondere bei älteren Menschen. *(Huperzine A)
Omega-3: Kann das Gedächtnis verbessern und kognitiven Abbau verhindern.
Weitere gesunde Gewohnheiten:
- Ausreichend Schlaf
- Ausgewogene Ernährung
- Stressbewältigung
- Vermeidung von Rauchen
- Mäßiger Alkoholkonsum
- Aufrechterhaltung geistiger Aktivität:
- Lesen
- Rätsel lösen
- Neue Dinge lernen
- Teilnahme an sozialen Aktivitäten:
- Starke soziale Bindungen tragen zur Gehirngesundheit bei.
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Referenzen:
https://www.neurology.org/doi/10.1212/WNL.0000000000011375
https://www.cell.com/cell/fulltext/S0092-8674(22)01124-2
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37010830/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2733348/
https://www.medicalnewstoday.com/articles/reduction-in-hippocampus-in-brain-linked-to-cognitive-decline-risk
https://link.springer.com/article/10.1007/s00702-021-02451-8
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