Eine Methode namens Harzinfiltration (resin infiltration), die kommerziell unter dem Produktnamen "Icon" bekannt ist, ermöglicht die Behandlung von sehr frühen Zahnläsionen ohne Bohren und ohne traditionelle Füllung. Anstatt Zahngewebe durch Bohren zu entfernen, dringt das flüssige Harz in die äußere Schicht des bereits erweichten Schmelzes ein und stoppt das Fortschreiten der Läsion.
Die Behandlung wurde an der University of Alabama in Birmingham (UAB) von Dr. Augusto Robles und Dr. Nathaniel Lawson in einer Studie mit etwa 150 Patienten untersucht.
Es ist wichtig, die Grenzen der Methode zu verstehen: Sie ist ausschließlich für frühe, kleine und nicht kavitierte Schmelzläsionen geeignet (z. B. zwischen den Zähnen oder auf glatten Oberflächen), in einem Stadium, in dem noch kein echtes Loch entstanden ist. Auf diese Weise kann die Methode das Fortschreiten früher Läsionen stoppen und die Notwendigkeit zukünftigen Bohrens und Füllens bei diesen Läsionen verringern. Sie ersetzt nicht die Behandlung von etablierter Karies oder großen Löchern und kann nicht angewendet werden, wenn bereits ein kavitiertes Loch im Zahn entstanden ist. Daher macht sie in Fällen, in denen der Schaden bereits fortgeschritten ist, weiterführende Behandlungen nicht überflüssig.
Weitere Informationen:
https://www.uab.edu/news/health/item/13175-no-filling-no-drilling-an-expert-s-guide-to-the-top-tooth-tech-of-2022
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